Energiewende

Netzausbau läuft schleppend

Laut Bundesnetzagentur müssen hierzulande etwa 7.700 km Höchstspannungsleitungen „mit hoher Priorität" errichtet werden. Davon sind bislang 850 km realisiert, heißt es im neuen Jahresbericht der Agentur.

Von den 7.700 km entfallen rund 1.800 km Leitungen auf Projekte, die in Zuständigkeit der Länder geplant werden. Hier sind 950 km genehmigt und rund 700 km realisiert. 5.900 km Leitungen entfallen auf Projekte aus dem Bundesbedarfsplangesetz, von denen rund 450 km genehmigt und fast 150 km realisiert sind.

Bis die Stromleitungen in Betrieb gehen, wird weiterhin Netzreserve benötigt, um das deutsche Stromnetz in kritischen Situationen stabil zu halten. Die Analysen für den Winter 2017/18 zeigten einen Bedarf an Reserveleistung in Höhe von 10.400 Megawatt (MW). Ein „guter Teil" des neuen Bedarfs gehe auf einen erhöhten Sicherheitsstandard zurück, den die Bundesnetzagentur bei der Berechnung angelegt hat. Er könne weitgehend aus dem Bestand an Netzreservekraftwerken gedeckt werden. Hierzu zählen Kraftwerke aus Deutschland mit 5.700 MW Kapazität und bereits kontrahierte Kraftwerke aus dem Ausland mit 3.100 MW Kapazität. (Sz)
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