Liquiditätshilfen

Neue Anträge sind möglich


Nach Auswertung der 1. Antragsphase des Liquiditätshilfegramms stehen noch rund 13 Mio. € aus Brüssel zur Verfügung. In Not geratene Milch- und Fleischerzeuger in Deutschland können dafür Anträge stellen, teilen das Bundesagrarministerium (BMEL) und die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) mit.

Die Antragsphase beginnt am 22. Februar und endet am 22. März 2016. Dabei bleiben die Voraussetzungen, unter denen landwirtschaftliche Betriebe finanzielle Unterstützung in Anspruch nehmen können, unverändert. Sollte in der 2. Antragsrunde die Summe der zu bewilligenden Beihilfen höher sein als die dafür zur Verfügung stehenden Mittel, werden alle Zuschüsse dieser Antragsrunde anteilsmäßig gekürzt.

Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage der Tiererzeuger gab das BMEL betroffenen Landwirten vom 21. November bis zum 18. Dezember 2015 in einer ersten Antragsphase die Möglichkeit, Anträge auf eine Liquiditätsbeihilfe zu stellen. Antragsberechtigt sind nach wie vor Milch- und Fleischerzeuger, die zur Sicherung ihrer Liquidität ein Darlehen aufgenommen haben und einen Preisrückgang für ihre Produktion von 19 Prozent nachweisen konnten.

Die BLE hat alle 7.830 Anträge der ersten Antragsphase erfasst, weitgehend bearbeitet und zahlt die bewilligten Beihilfen laufend aus. 6.280 Anträge wurden von Milcherzeugern gestellt, auf Tierhalter entfielen 1.550 Anträge. Regional kamen die meisten Anträge aus Bayern (2.499), Niedersachen (1.894) und Nordrhein-Westfalen (1.203). Insgesamt hat Brüssel für Deutschland Hilfen von 69,2 Mio. € zur Verfügung gestellt. (Sz)
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