Zulassung

Neue Daten zu Glyphosat angekündigt


Auf einer Informations- und Diskussionsveranstaltung der Fraktion heute in Berlin wurde ein vollständiger Bericht über krebserregende Wirkungen von Glyphosat für den Monat Juli 2015 angekündigt. Der Veranstaltung zugeschaltet war aus den USA der Forscher Dr. Ivan Rusyn von der Texas A & M Universität. Er stellte eine vollständige Monografie mit allen durchgeführten wissenschaftlichen Studien in Aussicht. Sie ergänzt die vorläufige Bewertung der International Agency for Research on Cancer (IARC), einer Abteilung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die IARC hatte im März 2015 in der Fachzeitschrift ‚The Lancet Oncology‘ in einem Beitrag Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend" eingestuft.

Rusyn äußerte heute in der Konferenzschaltung, dass er auf der Grundlage der bisherigen Daten die Einstufung von Glyphosat als „wahrscheinlich krebserzeugend" für möglich halte. Seine Position gebe jedoch weder die offizielle Position der WHO, des IARC oder der Texas A & M Universität wieder, betonte Rusyn. Informationen, soweit sie sich auf die Auswertungen des IARC-Programms beziehen, seien nicht abgeschlossen. Sie würden nach Abschluss der Monografie eventuell noch einmal verändert, stellte er in Aussicht. (jst)
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