Als drittes Großprojekt im Rahmen der Eiweißpflanzenstrategie der Bundesregierung kann nun die praxisnahe Forschung für den Anbau von Ackerbohnen und Erbsen an den Start gehen. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hat jetzt die Einrichtung eines Demonstrationsnetzwerks sowie Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu den beiden Leguminosen ausgeschrieben. Projektskizzen zum dem Thema „Ausweitung und Verbesserung des Anbaus und der Verwertung von Leguminosen mit Schwerpunkt Bohnen und Erbse in Deutschland" können bis zum 10. Juni eingereicht werden. Das Demonstrationsnetzwerk soll zum Herbst 2015 starten, die Forschungs- und Entwicklungsvorhaben starten 2016.

Ziel ist neben der Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Leguminosenanbau die Nutzung und Optimierung des Potentials der Leguminosen hinsichtlich ihrer Leistungen für das Ökosystem. In den Projekten sollen alle Aspekte der Wertschöpfungskette von der Züchtung bis zur Verwertung sowohl in konventionellen als auch in ökologischen Systemen berücksichtigt werden. Dabei sollen die beginnenden Vorhaben selbstverständlich auf dem bestehenden Wissen aufbauen, das bereits zusammengetragen wurde.

Im Koalitionsvertrag der jetzigen Bundesregierung wird die Eiweißpflanzenstrategie konkret benannt, mit Beschluss des Bundestages wurden Fördergelder für die Finanzierung bereitgestellt. Die Strategie wird für 2014 mit 3 Mio. €, für 2015 bis 2017 mit jeweils 4 Mio € pro Jahr ausgestattet. Das Demonstrationsnetzwerk Lupine ist im Oktober 2014 gestartet mit einem Fördervolumen von 1,5 Mio. €. Im September 2013 wurde das Demonstrationsnetzwerk Soja gestartet mit einem Fördervolumen von 2,9 Mio. €. Die Eiweißpflanzenstrategie der Bundesregierung geht zurück auf eine Initiative von Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner aus dem Jahr 2012. (brs)
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