Rinderherpes BHV1

Neue Verordnung in Niedersachsen

Das Bundesland Niedersachsen strebt den EU-Status einer "anerkannt BHV1-freien Region" an. Mehr als 90 Prozent aller rinderhaltenden Betriebe seien bereits jetzt anerkannt BHV1-frei, teilt das niedersächsiche Landwirtschaftsministerium mit.

Aber erst ab einer vollständig nachweisbaren Virusfreiheit könnten plötzlich auftretende Handelsbeschränkungen vermieden werden. In den vergangenen 25 Jahren habe Niederachsen bereits 150 Mio. € in die Bekämpfung des Virus in Rinderbeständen investiert. Mit einer jettzt veröffentlichten Verordnung solle der Schlusspunkt in der Sanierung gesetzt werden, so das Ministerium.

Die Verordnung sieht vor, dass ab 1. November 2014 in niedersächsischen Beständen nur noch BHV1-freie, nicht geimpfte Rinder eingestallt werden dürfen. Auch sei eine Impfung gegen die Krankheit verboten. Bis zum 1. Mai 2015 müssten zudem alle ursprünglich infizierten aber wieder genesenen Tiere aus den Betrieben entfernt werden.

Die Maßnahmen sollen durch Unterstützung der Tierseuchenkasse begleitet werden. "Ich kann nur an alle Rinderhalter, deren Bestand bislang nicht anerkannt BHV1-frei ist, appellieren, die Maßnahmen umgehend umzusetzen", so der niedersächsische Agrarminister Christian Meyer. (jst) 
 
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