Nutztierhaltung

Neuer Arbeitskreis in Niedersachsen


Niedersachsen hat in dieser Woche beschlossen, einen Arbeitskreis für die „Nachhaltige Nutztierhaltung" zu gründen. Der Arbeitskreis soll das Ziel verfolgen, Hemmnisse für landwirtschaftliche Betriebe abzubauen, die ihre Tierhaltung hin zu mehr Tierwohl umstellen wollen.

Hintergrund für die Gründung der Arbeitsgruppe sei die von großen Teilen der Gesellschaft gewünschte Weiterentwicklung tierschutzrechtlicher Auflagen, teilt die niedersächsische Landesregierung mit. Ein Wunsch der Bevölkerung sei, mehr Auslaufflächen für Nutztiere zu schaffen. Diese Entwicklung könne allerdings zu Konflikten mit Vorgaben des Umweltrechts führen. Um mögliche Zielkonflikte zu lösen, sollen verschiedene Regelungen des Bau-, Umwelt- und Düngerechts oder die Ausgestaltung von Förderprogrammen daraufhin überprüft werden, ob sie tiergerechte Haltungssysteme behindern oder unterstützen. Außerdem sollen Vorschläge für Änderungen formuliert werden, die dann unter Berücksichtigung der Ziele des Tierschutzplans Niedersachsen in einen „Rahmenplan für eine nachhaltige Nutztierhaltung in Niedersachsen" einfließen.

Die Leitung des Arbeitskreises übernimmt das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Laves). Unter anderem sind auch das Landvolk Niedersachsen, die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und der Deutsche Tierschutzbund vertreten. (has)
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