Geflügelpest

Neuer Virustyp in Griechenland

Während das Geflügelpestgeschehen in Deutschland abzuflauen scheint, kommen aus Griechenland beunruhigende Nachrichten. In einer Hobbyhaltung im Grenzgebiet zu Albanien und Mazedonien erkrankte Mitte Februar Nutzgeflügel an der Seuche. 60 Tiere mussten getötet werden. Erste Tests hatten ergeben, dass es sich bei dem Virus um den auch in Deutschland verbreiteten Subtyp H5N8 handelte. Weitergehende Untersuchungen zeigten in der vergangenen Woche, dass die Tiere mit dem Subtyp H5N6 infiziert waren, bestätigte nun die Weltorganisation für Tiergesundheit.

Dieser Subtyp ist damit erstmals in Europa nachgewiesen worden. Völlig unklar ist, wie sich die Tiere anstecken konnten, denn der das nächstgelegene Land, in dem H5N6 bisher nachgewiesen wurde, ist das rund 7.000 Kilometer entfernte Myanmar. Verbreitet ist der Virussubtyp darüber hinaus in China, Laos, Taiwan, Vietnam, Hong Kong, Japan und Südkorea.

Der Subtyp H5N6 wird in China mit vereinzelten schweren Grippeerkrankungen bei Menschen in Verbindung gebracht, von denen einige tödlich verliefen. Eine Übertragung von Geflügel oder Geflügelprodukten auf den Menschen kann deshalb nicht ausgeschlossen werden. Das Risiko einer Ansteckung von Mensch zu Mensch schätzt die Weltgesundheitsorganisation dagegen als gering ein. (SB)
stats