GVO-Futtermittel

Neuer Vorstoß der Verbände


Für vier verschiedene GV-Sojasorten, drei Maissorten, zwei Rapssorten und drei Baumwollsorten hängt die Zulassung in Brüssel. Die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) hält sie für unbedenklich und die EU-Mitgliedstaaten haben bereits abgestimmt. Jetzt hängt die Entscheidung bei der EU-Kommission, welche die Zulassung für einige GVO-Sorten seit mehr als einem Jahr hinauszögert. Brancheverbände drängen die Kommission deshalb zum Handeln.

Anlass für den jüngsten Protestbrief der Verbände ist ein Seminar der EU-Kommission am Donnerstagnachmittag und am Freitag im belgischen Genval. Der Europäische Verband der Getreidehändler (Coceral),  der Verband der Futtermittelhersteller (Fefac) und der Verband Ölmühlen (Fediol) fordern die Kommission auf, die Futtermittel-Importeure endlich von "unnötigen Risiken" zu entlasten.

Die Wirtschaftsvertreter machen sich besonders Sorgen um die Einfuhren von Sojaschrot aus den USA. Werden auch nur Spuren der vier in der EU noch nicht zugelassen GV-Sojasorten in Lieferungen gefunden und diese daher gesperrt, drohen hohe finanzielle Verluste.

Von dem Seminar der EU-Kommission sind indes keine Entscheidungen zu erwarten. (Mö)
stats