Das Europäische Parlament und der Rat der EU-Staaten haben sich auf ein neues EU-Tiergesundheitsgesetz geeinigt, das die Europäische Kommission im Mai 2013 vorgeschlagen hatte. Das derzeitige Tiergesundheitsrecht der EU - rund 400 Einzelakte - ist komplex und unübersichtlich. Unter dem neuen Gesetz wird die Überwachung von Tierseuchen besser koordiniert, und die verschiedenen Akteure - nationale Behörden, Landwirte, Händler, Tierärzte - können wirksamer zusammenarbeiten. Nach Inkrafttreten am 20. April beginnt eine fünfjährige Übergangszeit, bis die neuen Regeln zur Anwendung kommen. Über zwei weitere Vorschläge der Europäischen Kommission zu Tierarzneien und Arzneifuttermitteln beraten die beiden europäischen Gesetzgeber derzeit noch.

"Das neue Gesetz macht den Weg frei für ein effizienteres System zum Umgang mit Tierkrankheiten und bietet einen einfachen und umfassenden Rechtsrahmen, der die große Zahl von komplizierten Regeln ersetzt, die sich über die Jahre angesammelt haben", hofft EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis. (az)
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