Schaltstelle für Agrar und Ernährung

Neues Zentrum berät und informiert

Das von Bundesminister Christian Schmidt ins Leben gerufene Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) nimmt am 1. Februar 2017 in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) seine Arbeit auf. Aktivitäten zur Ernährungsbildung und -kommunikation werden damit in einem Kommunikationszentrum zusammengefasst. Jeder Mensch soll in der Lage sein, aus der Fülle an Informationen das für sich Richtige herauszufiltern und sich im Alltag ausgewogen zu ernähren, so das Ziel der Initiatoren.

Bonner Ernährungsspezialistin
Dr. Margareta Büning-Fesel, bisherige Geschäftsführerin des aid, leitet ab Februar das neue Ernährungszentrum BZfE. Die 1962 Geborene hat eine Ausbildung zur ländlichen Hauswirtschaftlerin und ein Studium der Haushalts- und Ernährungswissenschaften absolviert. 1996 promovierte sie am Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund.
„Mehr denn je möchten Bürgerinnen und Bürger heute wissen, woher ihr Essen kommt. Sie legen Wert auf nachhaltig erzeugte Lebensmittel und einen gesunden Lebensstil, der den Anforderungen des heutigen Alltags gerecht werden muss“, sagt Dr. Hanns-Christoph Eiden, Präsident der BLE. Unter dem Dach der Bundesanstalt wird das BZfE die bisherigen Ernährungsaktivitäten von aid infodienst sowie BLE weiterführen wird.

Ernährungstipps und vieles mehr

Angeboten werden sollen unter anderem Ernährungstipps für Schwangere und junge Familien, Aktionstage gegen Lebensmittelverschwendung, Unterrichtsmaterialien für alle Schulformen wie den Ernährungsführerschein für Grundschulkinder, Veranstaltungen zur Senioren-Verpflegung und vieles mehr. „Mit der Einrichtung des BZfE in der BLE können Wissen und Erfahrungen genutzt und zur Ansprache unterschiedlicher gesellschaftlicher Akteure zusammengeführt werden“, hofft Eiden.

Gesundheitsförderliche Ernährung auch mit wenig Zeit und Geld

De Leitung des BZfE übernimmt Dr. Margareta Büning-Fesel. Die sieht die einmalige Chance, mit einer einheitlichen und kompetenten Stimme zu sprechen. „Menschen brauchen Unterstützung dabei, aus der Fülle der teils widersprüchlichen Informationen das Richtige für sich selbst herauszufiltern“, so Büning-Fesel. Eine gesundheitsförderliche Ernährung müsse für alle Menschen leicht zugänglich sein, auch wenn sie wenig Zeit oder Geld haben oder sich nicht so intensiv mit dem Thema auseinandersetzen.

Zunächst wird das BZfE auf verschiedene Akteure wie Verbraucher, Handel, Gastronomie, Studierende, Lehrkräfte, Experten zugehen. Sie werden unter dem Motto „Vom Wissen zum Handeln“ befragt: Welche Rahmenbedingungen und welche Umgebungsfaktoren brauchen sie, um eine wünschenswerte Ernährungsweise umsetzen zu können? Anregungen und Erfahrungen aus dem Ess-Alltag der Menschen sollen so in neue Ideen und Konzepte zur Ernährungsbildung und -kommunikation einfließen. (SB)
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