Umweltschutz

Niedersachsen hat zuviel Gülle


In Niedersachsen ist der Nährstoffanfall aus Dung und Gärresten im Wirtschaftjahr 2013/14 im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Mio. t auf insgesamt 59,2 Mio. t gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt der zweite Nährstoffbericht, der von der Landwirtschaftskammer (LWK) im Auftrag des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums erstellt worden ist.

Weiterhin bestehe ein erhebliches Gülle- und Gärresteproblem, beklagte Meyer heute bei der Präsentation des Berichtes in Hannover. Obwohl sich die Menge an Wirtschaftsdüngern, die aus Weser-Ems in andere Regionen abgegeben wurden, um 0,5 auf rund 2,3 Mio. t erhöht habe, fehlten Flächen, um die Überschüsse unterzubringen.

„Das ist alarmierend und macht mir große Sorgen“, so der Agrarminister weiter. „Niedersachsen hat in einigen Landesteilen zu viele Tiere und Biogasanlagen auf zu wenig Fläche. Zu wenige Nährstoffe werden in andere Landesteile verbracht“, so Meyer. „Das führt unweigerlich zu einer Überdüngung. Böden und Wasser leiden darunter. Das müssen, wollen und können wir in den Griff bekommen." Er forderte die Bundesregierung auf, die Düngeverordnung endlich an das Mengenproblem anzupassen und für Datentransparenz bei der Überwachung zu sorgen. (da)
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