Rund 63 Mio. € steckt Niedersachsen in diesem Jahr in den Küstenschutz. Die Gefahren durch den steigenden Meeresspiegel und das wachsende Sturmgeschehen dürften nicht unterschätzt werden, erklärte Umweltminister Stefan Wenzel heute im Rahmen einer Veranstaltung des Wasserverbandstages zu den Folgen des Klimawandels.

Mehr als 46 Mio. € sollen in den Erhalt von Festlandsdeichen fließen, für die die Deichverbände verantwortlich seien. Rund 16 Mio. € würden für landeseigene Maßnahmen des Küstenschutzes verwendet, davon seien rund 9 Mio. € für den Sturmflutschutz der niedersächsischen Inseln bestimmt.
 
Künftig solle der Generalplan Küstenschutz alle zehn Jahre überprüft und an aktuelle Entwicklungen angepasst werden. Der Küstenschutz ist als nationale Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern im Grundgesetz verankert. Die bereit gestellten Gelder der Gemeinschaftsaufgabe stammen zu 30 Prozent aus dem Landeshaushalt, 70 Prozent steuert der Bund bei. Die EU beteiligt sich mit 1,2 Mio. € aus der auslaufenden Förderperiode.

An Niedersachsens Küste mit den weitläufigen Mündungen von Elbe, Weser und Ems sowie auf den vorgelagerten Inseln schützen die Deichlinien einen rund 6.600 Quadratkilometer großen Lebens- und Wirtschaftsraum mit 1,2 Millionen Einwohnern. (az)
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