Vor allem aus landwirtschaftlichen Flächen und in geringen Mengen aus Kläranlagen laufe Nitrat in die Gewässer, antwortete die Regierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktoin Bündnis 90/Die Grünen. Bundesweit seien knapp ein Viertel, 306 von insgesamt 1.203 „Grundwasserkörpern“ aufgrund einer hohen Nitratbelastung in einem schlechten chemischen Zustand. Ein Grundwasserkörper wird definiert als abgegrenztes Grundwasservolumen innerhalb eines oder mehrerer Grundwasserleiter.

Es sei davon auszugehen, dass der Schwellenwert von 50 mg/l an mehr als einer Messstelle überschritten werde, schreibt die Bundesregierung weiter. Ein Grundwasserkörper sei erst dann in einem schlechten chemischen Zustand, wenn eine signifikante Fläche - in der Regel mehr als 20 Prozent der Fläche des Grundwasserkörpers - einen Nitratwert von 50 mg/l oder mehr aufweise.

Die Gesamtemissionen hätten gegenüber Mitte der 1980er Jahre jedoch um knapp die Hälfte, gegenüber Mitte der 1990er Jahre um etwa 20 Prozent abgenommen. Neben Phosphat trage Nitrat entscheidend zur Eutrophierung, also Überdüngung, der Gewässer bei. (az)
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