Der Herbst 2015 war insgesamt zu warm, stellt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in einer aktuellen Analyse fest. Die Werte für Niederschlagsmenge und Sonnenscheindauer lagen dagegen nahe dem langjährigen Durchschnitt. Der September und der Oktober fielen kühl, sonnenscheinarm und trocken aus. Somit konnten die Böden gut befahren werden. Die Aussaat der Winterkulturen verlief meist reibungslos. Die fehlenden Niederschläge wirkten sich allerdigs negativ auf die Bodenfeuchte aus. Der November hingegen brachte eine nasse, sonnige und vor allem warme Witterung und sorgte dafür, dass die Böden ihre Wasservorräte wieder etwas auffüllen konnten. Vegetationsruhe sei zum Ende des Herbstes nicht in Sicht gewesen, so der DWD.

Seit Anfang November überquerten immer wieder Ausläufer atlantischer Tiefdruckgebiete Deutschland. Im letzten Monatsdrittel erreichten die Niederschläge auch den Süden. Die Wasservorräte der Böden füllten sich allmählich auf. Nur Standorte mit schweren Böden zeigten Bodenwasserdefizite. Insgesamt blieb es im Jahr 2015 zu trocken. Der November war nach dem Januar erst der zweite Monat des Jahres, der sein Regensoll deutlich übertraf. (az)
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