Von den rund 100.000 Milchvieh- und Schweinehaltern in Deutschland haben lediglich 7.830 den Zuschuss der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) und des Agrarministeriums beantragt – so viel stand bislang schon fest. Am Mittwoch teilte die BLE nun mit, dass nicht wie geschätzt rund 60 Mio. € an Hilfen ausgezahlt wurden, sondern sogar nur 51 Mio. €. Insgesamt 7.020 Anträge wurden bewilligt, 810 abgelehnt. Im Schnitt haben die Betriebe folglich einen Zuschuss von rund 7.265 € erhalten.

Damit stehen zwar für die 2. Runde des Hilfsprogramms mit 18 Mio. € rund 5 Mio. €  mehr Gelder zur Verfügung als noch im Februar gedacht. Das Programm, an das die Branche im vergangenen Jahr große Erwartungen geknüpft hatte, ist aber noch stärker an den Bedürfnissen der Landwirte vorbeigegangen als erwartet.

Wer teilgenommen hat, musste einen Ergebniseinbruch von mindestens 19 Prozent nachweisen sowie ein Darlehen mit einer Laufzeit zwischen vier und sechs Jahren mit einem tilgungsfreien Anfangsjahr aufgenommen haben. Landwirte, die diese Kriterien erfüllten, hat die BLE maximal 10.000 € als Liquiditätshilfe ausgezahlt.

Die Antragsphase für die 2. Runde begann am 22. Februar und endet am 22. März 2016. Dabei bleiben die Voraussetzungen, unter denen landwirtschaftliche Betriebe bei der BLE finanzielle Unterstützung in Anspruch nehmen können, unverändert. (sp)
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