Tierhaltung

Nutztierstrategie weiter entwickeln

Mit Zuversicht für die Nutztierstrategie, Dr. Hermann-Onko Aeikens.
-- , Foto: jst
Mit Zuversicht für die Nutztierstrategie, Dr. Hermann-Onko Aeikens.

"Die Einstellung der Gesellschaft zur Tierhaltung hat sich verändert, dem müssen wir Rechnung tragen", sagte der Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL), Dr. Hermann-Onko Aeikens am Mittwoch in Berlin. Anlässlich einer Diskussion um Tierhaltung in Deutschland in der niedersächsischen Landesvertretung erklärte er, die Tierhaltung in Deutschland sei im internationalen Vergleich gut aufgestellt sei. Trotzdem müsse fortlaufend an der weiteren Optimierung gearbeitet werden. Mit der im Sommer 2017 vorgestellten Nutztierhaltungsstrategie werde das Ziel verfolgt, das Tierwohl spürbar zu verbessen und negative Effekte auf die Umwelt deutlich zu vermindern.

Die Nutztierhaltung sei für die gesamte Landwirtschaft ein unverzichtbarer Bestandteil und müsse unbedingt erhalten werden, so Aeikens. Dazu notwendig sei, dass gesellschaftlich akzeptierte Produktionsverfahren auch ökonomisch tragfähig sind. Investitionswillige Landwirte müssten Planungssicherheit erhalten und wissen, welche Anforderungen auf sie zukommen und wie sich ihre Investitionen in mehr Tierwohl bezahlt machen. Nur so können der bestehende Investitionsstau aufgelöst werden. Die Struktur der Investitionsförderung sei bereits stark auf Tierschutzbelange ausgerichtet. Bestehende Förderinstrumente würden weiterentwickelt zu einem Bundesprogramm für nachhaltige Nutztierhaltung. Damit sollen vor allem die kleineren und mittleren Betriebe unterstützt werden. Die Nutztierhaltungsstrategie zeige den Weg zu einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Tierhaltung in Deutschland. In den kommenden Monaten und Jahren gehe es darum, die Nutztierhaltungsstrategie konkret mit Leben zu füllen. (jst)
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