Klimaschutz

Obama für US-Energiewende


Vor dem UN-Klimagipfel Ende des Jahres in Paris hat der globale Wettlauf in der Klimaschutz-Politik begonnen. US-Präsident Barack Obama hat am Montag seinen nationalen Plan vorgestellt, um die Treibhausgasemissionen in den USA zu senken.

Energieeffizienz von Biomasse dokumentieren

Der „Clean Energy Plan“, der „Aktionsplan für saubere Energie“, sieht im Kern vor, dass die CO2-Emmissionen in den Vereinigten Staaten bis 2030 um 32 Prozent gegenüber dem Referenzjahr 2005 gesenkt werden. Eine besondere Bedeutung kommt dabei den Kohlekraftwerken zu, die in den USA einen Großteil der Elektrizität erzeugen. Obamas Klimaschutz-Initiative beruht auf Plänen, welche die Umweltschutzbehörde EPA schon seit längerem forciert.

Den einzelnen Bundesstaaten soll freie Hand gelassen werden, wie sie das Klimaziel erreichen. In dem Vorschlagsdokument zum Clean Energy Plan wird auch Energie aus Biomasse erwähnt. Die Bundesstaaten könnten Biomasse zur Erreichung der Klimaziele nutzen, heißt es dort – vorausgesetzt, sie wird von der EPA als wirksam im Sinne der CO2-Reduzierung anerkannt. Generell müssten die Staaten ein Berichtswesen aufbauen, das die CO2-Effizienz der eingesetzten Biomasse dokumentiert und überwacht.

USDA arbeitet mit

Die Agrarwirtschaft steht in den Vereinigten Staaten für einen relativ großen Anteil der Emissionen von knapp 516 Mio. t CO2-Equivalent im Jahr 2013, geht aus Berechnungen der EPA hervor. Im Referenzjahr 2005 waren es nur 495 Mio. t. Die gesamten Treibhausgasemissionen beziffert die EPA auf 6,7 Mrd. t (2005 = 7,4 Mrd. t) im Jahr 2013, wovon 5,6 Mrd. t aus der Energieerzeugung stammen. Entsprechend der Bedeutsamkeit der Agrarwirtschaft für den Klimaschutz, arbeitet die EPA mit Experten des US-Agrarministeriums USDA zusammen.

Präsident Obama spürt indes schon mächtig Gegenwind für seine Pläne. Der republikanische Mehrheitsführer im US-amerikanischen Senat, Mitch McConnell, rief die Bundesstaaten dazu auf, den EPA-Plan zu missachten. (pio)
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