GAP-Reform

Obergrenzen beleben Agrardebatte

Eine Obergrenze für die jährlichen Direktzahlungen von 300.000 € pro Betrieb reiche nicht, betonte der grüne Abgeordnete José Bové während der Debatte über die Reform zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Diese Höchstzahlung betreffe nur 0,12 Prozent der Betriebe in der EU, bemängelte der Franzose.

Die Grünen haben deshalb einen Änderungsantrag mit einer Obergrenze von 100.000 € Betrieb eingereicht. Auch die Sozialdemokraten wollen weiter als der Agrarausschuss des Parlaments gehen. Die Sozialdemokraten möchten die Obergrenze von 300.000 € auf 200.000 € senken. Dieser Antrag wird auch von der CDU-Abgeordneten Elisabeth Jeggle aus Baden-Württemberg unterstützt.

Scharfen Protest gegen jegliche Benachteiligung von Großbetrieben legte dagegen Peter Jahr (CDU) ein. Das sei Planwirtschaft und Sozialismus, empörte sich der Parlamentarier aus Sachsen. Wenn die GAP öffentliche Leistungen der Landwirte fördern wolle, müsse jeder Hektar gleich behandelt werden. Die Abstimmung über die GAP-Reform erfolgt heute Mittag. (Mö)
stats