Greening-Bilanz

Ostdeutsche setzen auf Brachen


Von den 11,87 Mio. ha Ackerfläche haben hiesige Landwirte 2015 rund 1,37 Mio. ha gemäß den Greening-Vorgaben der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) genutzt. Das geht aus der Broschüre „Fakten zum Greening“ hervor, in der der DBV eine Zwischenbilanz zum Greening zieht.

Im Rahmen des Greening sind 30 Prozent der Direktzahlungen aus der 1. Säule der GAP an bestimmte Umweltvorgaben geknüpft. Laut DBV wurden auf rund 40 Prozent der 1,37 Mio. ha großen Greening-Fläche in Deutschland Grasuntersaaten und Zwischenfrüchte angebaut. Vor allem Landwirte in Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen machten von dieser Möglichkeit Gebrauch.

Mit einer Fläche von rund 221.800 ha wurden etwa 32 Prozent der ökologischen Vorrangflächen als Ackerbrachen stillgelegt, bilanziert der DBV weiter. Im Vergleich zu 2014 stieg der Umfang der Brachen auf Ackerflächen damit im Jahr 2015 hierzulande auf 296.400 (Vorjahr: 186.600) ha. Vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland waren Flächenstilllegungen häufig das Mittel der Wahl, um die Greening-Vorschriften zu erfüllen.

Auf 16 Prozent der ökologischen Vorrangflächen in Deutschland wurden stickstoffbindende Pflanzen wie Luzerne, Klee, Ackerbohnen, Körnererbsen oder Lupinen angebaut. Das Greening hatte zur Folge, dass der Anbau von Körnerleguminosen im vergangenen Jahr um 74 Prozent auf 160.600 ha angestiegen ist. (pio)
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