Der Übergang von der staatlichen Mengenregulierung zu einem freien Marktmechanismus im Milchsektor verlaufe "schwieriger als erwartet", habe ein Vertreter des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) am Mittwoch im Agrarausschuss des Bundestages geäußert, teilt Ostendorff mit. Doch auf diese Erkenntnis folgten keine Taten, so seine Kritik.

Die von der Bundesregierung in einem Positionspapier zum EU-Agrarrat am Montag dieser Woche vorgeschlagenen Maßnahmen sind laut Ostendorff "nur ein weiterer Griff in die Mottenksite und pure Bremserei". Eine Erhöhung der Interventionsmenge oder die private Lagerhaltung änderten nichts an einer zu großen Angebotsmenge auf dem Markt.

Ein guter Vorschlag aus Frankreich zur Mengenbegrenzung entspreche dagegen den Vorschlägen der "grün-mitregierten Bundesländer" in Deutschland. Danach solle jener Erzeuger, der die Milchmenge nicht steigert, mit einem Zuschlag von vier Cent pro kg Milch belohnt werden. Dieser Vorschlag werde jedoch leider nach Aussage der Bundesregierung nicht unterstützt, kritisiert Ostendorff. (jst)
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