Halbzeitbilanz

Ostendorff kritisiert Selbstdarstellung

"Schmidt spielt den Narr am Königshof des Deutschen Bauernverbandes", schreibt Ostendorff in seiner heutigen Stellungnahme. Die vorgelegte Halbzeitbilanz sei ein Schlag ins Gesicht der bäuerlichen Betriebe, die in diesem Jahr zu Weihnachten vor einer Katastrophe stehen, heißt es in dem Papier. Rückgänge der Unternehmensergebnisse von durchschnittlich 35 Prozent, bei den Milchbetrieben sogar von 44 Prozent, seien Ergebnisse der schlechten Agrarpolitik des Ministers, so Ostendorff.

Schmidt führe die Politik des Bauernverbandes im Interesse der Agrarindustrie sowie des Lebensmitteleinzelhandels aus. In Zeiten der Krise würden sich Molkereien und Lebensmittelhandel "auf Kosten der Landwirtschaft eine goldenen Nase" verdienen. Schmidt müsse jetzt endlich eine Kehrtwende einläuten, appelliert Ostendorff. Es müssten alle Kräfte mobilisiert und die Interessen der Bäuerinnen und Bauern auf die Agenda gesetzt werden. Mit der Halbzeitbilanz stelle sich der Minister ins Sonnenlicht, aber die Landwirtschaft stehe im Regen, so der Grüne Agrarpolitiker. (jst)
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