Niedersachsen

Oster-Rekord bei Bio-Eiern

Derzeit werden nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums Niedersachsen rund 2,2 Mio. Legehennnen in ökologisch gehalten - eine Steigerung um 50 Prozent gegenüber Ende 2012. Erstmals gibt es demnach mehr als 300 Bio-Betriebe in Niedersachsen mit Eierproduktion. Damit setzt etwa jeder vierte Legehennen-Betrieb im Land schon auf Bio. „In keinem anderen Bereich haben wir ein solches Wachstum von Betrieben wie bei Bio-Eiern“, sagt Agrarminister Christian Meyer.

Prämie für Bio-Eier
Niedersachsen hat unter Rot-Grün die sogenannte Umstellungsprämie für den Wechsel von der konventionellen Landwirtschaft zum Ökolandbau in mehreren Schritten von 262 Euro auf nunmehr 403 €/ha erhöht. Die Beibehaltungsprämie, die ab dem dritten Jahr der Umstellung gezahlt wird, stieg von 137 € auf jetzt 273 €. Das Land fördert überdies die Züchtung von Geflügelrassen, die für die Ökohaltung noch besser geeignet sind. Auch werden in verschiedenen Projekten der Absatz und die regionale Vermarktung von Bio-Produkten unterstützt.

Fast jedes zweite deutsche Bio-Ei stammt somit mittlerweile aus Niedersachsen. Mehr als die Hälfte der Betriebe mit Legehennen halten die Tiere im Freien, also in Freiland- oder Bio-Haltung, während der Anteil der Produzenten mit Käfighaltung auf unter sechs Prozent gesunken ist. „Ich freue mich sehr über den anhaltenden Trend zu einer tiergerechteren Legehennenhaltung“, so Meyer. „Die Nachfrage nach Eiern aus ökologischer Haltung ist unverändert hoch, nicht nur zu Ostern. Davon profitieren die niedersächsischen Erzeuger. Bemerkenswert dabei: Der Zuwachs basiert nicht auf ein Größen-Wachstum bestehender Betriebe.“ Denn in den vergangenen vier Jahren seien rund 100 neue Biobetriebe mit Legehennen dazu gekommen und noch mehr Freiland-Betriebe. Die Durchschnittsgröße der Betriebe blieb dabei fast gleich, so der Minister.

Meyer: Gefärbte Ostereier oft aus Käfighaltung

Mehr mobile Ställe
In Kürze soll vom Landtag eine Änderung der Niedersächsischen Bauordnung beschlossen werden, so dass kleinere und mittelgroße mobile Hühnerställe genehmigungsfrei errichtet werden können. In Öko- und konventionellen Freiland-Betrieben wird die Haltung in tier- und umweltgerechten mobilen Ställen immer beliebter.
Niedersachsens Agrarminister forderte unterdessen eine verpflichtende Kennzeichnung der Haltungsform auch bei gefärbten und verarbeiteten Eiern. „Viele gefärbte Ostereier sind Käfigeier aus dem Ausland. Freiwilligkeit hilft uns hier nicht weiter“, sagte Meyer. Die Verbraucher hätten ein Recht darauf, die Herkunft gefärbter Ostereier zu erfahren. Meyer: „Der Bundesminister muss endlich den entsprechenden Bundesratsbeschluss umsetzen, um bei verarbeiteten sowie gefärbten Eiern die Kennzeichnungslücke schließen.“ (mrs)


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