EU-Schweinefleischmarkt

PLH-Mengen kommen auf den Markt


Im Januar wurden in der EU 60.000 t Schweinefleisch eingelagert, davon 40.000 mit dreimonatigen Verträgen. Die PLH-Ware käme nicht schlagartig auf dem Markt, sondern erst, wenn die Preise in der Grillsaison anzögen, berichtet ein Beobachter. Die Schlachthöfe würden die PHL-Ware lieber auf eigene Kosten nach ein paar Tage im Lager lassen, als sie mit Verlusten auszulagern. Die Preise liegen in Deutschland immer noch etwas unter 1,30 €/kg. Das Angebot drückt weiterhin. Vor allem Spanien hat seine Schweinebestände ausgedehnt. Ein Ende des russischen Einfuhrverbots ist noch nicht mal für Schlachtabfälle und Schweinefett in Sicht. Der russische Veterinärdienst hat jetzt die EU-Mitgliedstaaten aufgefordert, einzeln mit Moskau zu verhandeln. Aber die EU-Mitgliedstaaten wollen sich aber nicht spalten lassen und nur gemeinsam über die EU-Kommission handeln. Nach Einschätzung von Marktbeobachten wird auch eine anstehende Verurteilung durch die Welthandelsorganisation (WTO) kaum etwas am russischen Embargo ändern. (Mö)
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