Mecklenburg-Vorpommern

Pachtpreisbremse für BVVG-Flächen

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt will niedrigere Pachtpreise für Bauern bei der Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft (BVVG) durchsetzen. Das kündigte er gestern auf einer CDU-Wahlkampfveranstaltung in Lehsten (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) an. „Es freut mich, dass der Besuch betroffener Landwirte Wirkung gezeigt hat und Berlin hoffentlich rasch tätig werden lässt“, kommentierte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (SPD) den Vorschlag des CSU-Politikers.

Ein Jahr Verpachtung ohne Preisaufschläge

Backhaus plädiert dafür, die Privatisierung der BVVG-Flächen für einen Zeitraum von wenigstens einem Jahr auf die Verpachtung ohne Preisaufschläge zu beschränken. Damit soll die Privatisierung des volkseigenen Vermögens in der Land- und Forstwirtschaft so gestaltet werden, wie es das Treuhandgesetz vorgibt und den aktuellen ökonomischen Besonderheiten in der Landwirtschaft Rechnung getragen werden.

Von Schäuble schnelles Handeln gefordert

Erst kürzlich hatte sich der Backhaus mit Ministerkollegen aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt selbst in einem Brief an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble gewandt, um auf den Anstieg der Pachtpreise aufmerksam zu machen und ein schnelles Handeln einzufordern.

„Preissteigerung muss ein Ende finden"

Auch würden sich die Landwirte in allen Teilen des Landes darüber beklagen, dass der Trend anhält und die BVVG die Kauf- und Pachtpreise trotz der Krise weiter in die Höhe treibt. „Die enorme Preissteigerung muss ein Ende finden. Landwirtschaftlicher Boden darf nicht zu einem Luxusgut werden. Wir alle haben ein Interesse an gesunden und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln. Also müssen wir auch Sorge dafür tragen, dass Landwirte unser Auskommen zu fairen Preisen realisieren können“, stellt Backhaus fest. (SB)
stats