In Sibirien warten riesige Flächen auf eine landwirtschaftliche Nutzung.
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In Sibirien warten riesige Flächen auf eine landwirtschaftliche Nutzung.

In Russland liegen nach Angaben russischer Medien 56 Mio. ha Ackerland brach. Das sei fast ein Drittel der Fläche, die sich für den Ackerbau eignet. Davon liegt die Hälfte im Regierungsgebiet von Sibirien im Zentrum Russlands. Damit diese Flächen wieder in Nutzung genommen werden, plant der russische Staat, das Land Pächter für die Bewirtschaftung kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die Bewirtschaftung werde aber Pflicht sein und ein Handel mit den Flächen soll nicht möglich sein.

Außerdem denkt das russische Landwirtschaftsministerium Medienberichten zufolge darüber nach, die Kosten für Investitionen zu übernehmen, die notwendig sind, um das brachliegende Land wieder flott zu machen.

Derweil kommen aus den wichtigen Getreideanbaugebieten Russlands Nachrichten von Wasserknappheit. Sowohl in der Region Krasnodar als auch in Rostov warten die Weizenerzeuger sehnlichst auf Regen. Die Herbstniederschläge waren vergleichsweise niedrig, die Bodenwasservorräte sind gering und aktuell herrschen dort hohe Temperaturen. Ob sich diese Umstände bereits auf die Weizenqualität und Ertragserwartung ausgewirkt haben, darüber existiert noch kein einheitliches Bild. (brs)
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