Über eine noch breitere Basis für den „Zukunftspakt Hessische Landwirtschaft“ freut sich in dieser Woche Priska Hinz, die hessische Landwirtschaftsministerin. Insgesamt 27 Verbände, Organisationen und Institutionen haben den Pakt von 2012 jetzt erneuert und sich auf gemeinsame Positionen verständigt. Darunter sind Vertreter der konventionellen wie der ökologischen Landwirtschaft, aus dem Gartenbau und der Lebensmittelherstellung. Insgesamt soll damit die Vertrauensbasis zwischen Verbrauchern und Landwirtschaft gestärkt und dem Trend zu einer Versorgung mit regionalen Produkten Rechnung getragen werden.

Flächenverlust begrenzen

Die Landwirtschaft als Ganzes bekennt sich in dem Pakt zu ihrer Verantwortung dem Verlust der biologischen Vielfalt im ländlichen Raum Einhalt zu gebieten. Dazu gehört aber auch der Schutz landwirtschaftlicher Flächen vor Versiegelung. Bis zum Jahr 2020 will Hessen den Verlust landwirtschaftlicher Flächen auf 2,5 ha am Tag begrenzen um langfristig den Anteil landwirtschaftlich genutzter Fläche stabil zu halten.

Diese Grundsatzvereinbarung zum Schutz der Flächen zählt der hessische Bauernverband als Unterzeichner zu den wichtigen Punkten. Darüber hinaus betont der hessische Präsident Friedhelm Schneider unter anderem die genaue Umsetzung der EU-Vorgaben sowie die Förderung der Aus- und Weiterbildung als zentral.

Daneben ist die Förderung der Energiewende ebenso Bestandteil des Paktes wie die Anerkennung des Ökolandbaus mit seinen Leistungen für den Umwelt-, Klima- und Naturschutz. Auch haben sich die Unterzeichner auf eine nachhaltige Nutztierhaltung in Hessen sowie auf einen freiwilligen Verzicht auf den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen verständigt. (brs)
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