Seuchenbekämpfung

Paratuberkulose-Verordnung gilt ab November

Milchviehbetriebe in Niedersachsen müssen nun eine jährliche Untersuchung auf Paratuberkulose in ihrem Bestand nachweisen. Dafür werden Proben genutzt, die ohnehin zur Untersuchung auf das Bovine Herpesvirus Typ 1“ (BHV1) genommen werden. Untersuchungspflichtig sind alle über 24 Monate alten Zuchtrinder anhand von Einzelblut- und Einzelmilchproben oder von Bestandsmilchproben. Ausgenommen sind die Zuchtrinder von Mutterkuhbeständen.

Einzelproben sind im Abstand von maximal zwölf Monaten, Bestandsmilchproben im Abstand von drei bis neun Monaten zu untersuchen, teilt das Agrarministerium in Hannover mit. Weist die Bestandsmilch ein fragliches oder positives Ergebnis auf, müssen alle über 24 Monate alten Zuchtrinder des Bestandes innerhalb von zwei Monaten in einer Einzelprobe untersucht werden. Der Tierhalter muss die Untersuchungsergebnisse spätestens 14 Tage nach Erhalt der Veterinärbehörde schriftlich mitteilen und mit dem Tierarzt einen Hygieneplan erstellen.

Die niedersächsische Tierseuchenkasse übernimmt die Kosten für Probennahme und Laboruntersuchungen, die laut Verordnung vorgeschrieben sind. Bei einem positiven Paratuberkulose-Befund werden auch die Kosten für die Biosicherheitsberatung übernommen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, am Paratuberkulose-Verminderungsprogramm der Tierseuchenkasse teilzunehmen, das auch die Entfernung positiv getesteter Tiere mit einer Beihilfe versieht. (da)
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