Mit einem Nothilfeplan greift die französische Regierung den von sinkenden Preisen betroffenen Rinder-, Schweine- und Milchbauern unter die Arme. Nach tagelangen Protesten in Nordfrankreich teilte die Regierung gestern in Paris mit, insgesamt 600 Mio. € bereitzustellen. Den Landwirten sollen im Umfang von 100 Mio. € Sozialabgaben erlassen werden. Bei den restlichen 500 Mio. € handelt es sich um einen Zahlungsaufschub für Steuern und Abgaben.

"Wir hören die Sorgen der Viehzüchter", sagte Premierminister Manuel Valls im Elysée-Palast. Landwirtschaftsminister Stéphane Le Foll sagte, die Regierung werde von der Krise betroffenen Viehhaltern auch bei einer Umstrukturierung ihrer Schulden helfen. Ein entsprechender Fonds soll von derzeit 8 Mio. auf 50 Mio. € aufgestockt werden. Die öffentliche Investitionsbank BPI will zudem bis zur Höhe von 500 Mio. € für Kredite von Viehzüchtern bürgen, berichtet Dow Jones News. Landwirte hatten in den vergangenen Tagen in der nordfranzösischen Normandie mit Straßensperren gegen sinkende Abnahmepreise für ihre Produkte wie Fleisch und Milch protestiert. (az)
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