Gentechnik

Parlament gegen Opt-out für Importe


In der heutigen Debatte in Straßburg haben sich die Abgeordneten mit großer Mehrheit gegen den Vorschlag von EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis ausgesprochen, für EU-Mitgliedsstaaten die Möglichkeit eines „Opt-out“ für die Verwendung von gentechnisch veränderten (GV-)Futtermittelrohstoffen zu schaffen. Da viele Rohstoffe – in erster Linie Sojabohnen und Sojaschrot – überwiegend importiert werden, hätte ein solches Opt-out weitgehende Konsequenzen für den europäischen und internationalen Agrarhandel nach sich gezogen.

Die drei europäischen Branchenverbände der Mischfutterhersteller (Fefac), der Ölmühlen (Fediol) und des Getreide- und Futtermittelhandels (Coceral) zeigten sich in einer Stellungnahme erleichtert über das Votum des Parlaments. Sie appellierten gleichzeitig an den EU-Agrarministerrat, jetzt seinerseits endgültig den Kommissionsvorschlag zurückzuweisen.

Von dieser Diskussion um Verwendung und Importe unberührt ist jedoch das bereits beschlossene Opt-out für den Anbau von GV-Pflanzen, den die EU-Staaten in nationaler Hoheit verbieten dürfen. (db)
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