Lehren aus dem Pferdefleischskandal fordert die niederländische EP-Abgeordnete Esther de Lange. Die illegale Beimischung von Pferdefleisch gefährde zwar nicht die Gesundheit der Verbraucher, erklärte die Christdemokratin aus den Niederlanden. Aber das Vertrauen der Verbraucher werde durch den Betrug untergraben.

In einer Resolution fordert das EP deshalb schärfere Kontrollen, um falsche Angaben und Beimischungen zu unterbinden. Die EU-Mitgliedstaaten müssten ihre Überwachung koordinieren, um grenzüberschreitend agierenden Betrügern auf die Schliche zu kommen, betont das Parlament.

Bei der Generaldirektion Sanco der EU-Kommission sollen die Fäden zusammenlaufen. Die Strafen sollen zudem erhöht werden. Herkunftsangaben seien dagegen kein Mittel der Betrugsbekämpfung, gab de Lange zu Bedenken. Im Gegenteil - falsche Angaben über die Herkunft gäben Betrügern zusätzliche Möglichkeiten. Andere Abgeordnete hielten dem entgegen, Herkunftsangaben könnten das Vertrauen der Verbraucher wieder stärken. (Mö)
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