Agrarstatistik

Polen punktet mit Jugend


Strukturwandel
Zur Agrarstruktur liegen umfangreiche Daten aus der EU-weiten Zählung 2010 vor. In dem Jahr gab es in Polen noch 1,5 Millionen landwirtschaftliche Betriebe mit einer Durchschnittsgröße von knapp 10 ha. Zum Vergleich: Deutschland hatte im gleichen Jahr etwa 300.000 Betriebe mit rund 56 ha vorzuweisen. In Polen findet aber auch ein gewaltiger Strukturwandel statt. Zum EU-Betritt 2004 zählte das Land noch fast 2,2 Millionen Bauernhöfe. (db)
Normalerweise fällt Polen im EU-Ranking mit einer besonders großen Zahl Landwirte, aber kleinen Betriebsgrößen auf. In diesem Jahr hebt Landwirtschaftsminister Marek Sawicki eine ganz andere Zahl der Agrarstruktur hervor. „In der Europäischen Union wird die Landwirtschaft sehr rasch altern – mit einem Anteil junger Landwirte von nur 7,5 Prozent", sagte Sawicki am Mittwoch in Warschau bei einer Pressekonferenz zum Stand der Anträge auf Direktzahlungen. Doch dann fügte er hinzu: „Polen ist vor diesem Hintergrund ein Land von Junglandwirten, denn von den 1,3 Millionen Anträgen stammt mindestens ein Drittel von Bauern, die unter 40 Jahre alt sind."

Sawicki lobte die Junglandwirteförderung seines Ministeriums, die aus der zweiten Säule der EU-Agrarpolitik finanziert wird und in der Förderperiode 2014 bis 2020 ausgebaut werden soll. Neue Anträge können nach dem 20. August gestellt werden. Sawicki will damit 30.000 Bauern ansprechen. (db)
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