Den Trend zu mehr Öko-Anbau in Deutschland und Europa und weltweit spiegelt die Biofach ab heute. Wie üblich hat die Messe gemeinsam mit dem ideellen Träger, dem Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und der Schirmherrin, der Ifoam –Organic International, ein Kongressprogramm zusammengestellt. Der Anspruch ist die Zukunft des globalen Biomarktes, der Bio-Bewegung sowie der Politik zu gestalten.

Der Kongressschwerpunkt lautet in diesem Jahr „Organic 3.0 – gute Rahmenbedingungen für mehr Bio“. In sieben Foren werden Trends diskutiert: Es geht um Markt, die Kompetenz des Fachhandels, Nachhaltigkeit, Ausstellerexpertise und Naturkosmetik. Neu sind in diesem Jahr die separaten Foren für Wissenschaft und Politik.

Eine Reihe von Politikern haben ihr Kommen angekündigt, weil sie die direkte Begegnung mit der Branche suchen. Die Diskussion über die Revision der EU-Öko-Verordnung ziehen sich durch das gesamte Messeprogramm.

Landwirtschaftsminister Christian Schmidt bekennt sich heute zum Auftakt der Messe zu dem Ziel, dass die deutsche und europäische Landwirtschaft das Potenzial dieses Marktes ausschöpfen sollen "aus wirtschaftlichem Interesse, aber vor allem auch im Interesse eines nachhaltigen Umgangs mit unseren Ressourcen." Er kündigte an, sich für eine verhältnismäßige Weiterentwicklung der geltenden Regelungen stark zu machen: "Ich kämpfe für attraktive Rahmenbedingungen und werde die Branche dabei unterstützen, einen konkreten Zukunftsplan zu erarbeiten“, sagte Schmidt heute. Dass er dabei an der Prozesskontrolle festhalten will hat er bereits am Vorabend gegenüber EU-Agrarkomissar Phil Hogan verdeutlicht.

Schmidt ist nach dem Treffen mit Hogan zuversichtlich, dass sich auf EU-Ebene eine Regelung finden lässt, die den Herausforderungen der Branche gerecht wird. Dem EU-Agrarkommissar gilt besondere Aufmerksamkeit der Branche, weil er an einer Totalrevision der EU-Öko-Verordnung festhalten will, die von der vorigen Kommission entworfen wurde, aber bereis zur Biofach 2014 auf Ablehnung stieß.

Sharon Dijksma vom niederländischen Wirtschaftsministerium unterstützt an zwei Tagen die Aussteller ihres Landes auch im Rahmen des Fachprogramms. Der deutsche Landwirtschaftsminister Christian Schmidt und Martin Neumeyer, Staatssekretär im bayerischen Landwirtschaftsministerium, werden sich am Donnerstag der Diskussion mit Dijksma um Innovationen der ökologischen Landwirtschaft stellen.

Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus zählt zu den regelmäßigen Besuchern der Öko-Messe. Er wird in diesem Jahr im Rahmen des Perspektivforums des Deutschen Bauernverbands den Aspekt Biodiversität herausstreichen. (brs)
stats