Rinderhalter

Polizei stoppt Landwirt mit Schüssen


Der Besuch von amtlichen Tierärzten endete am Mittwoch bei einem Rinderhalter aus Schleswig-Holstein mit Schüssen und einer Festnahme. Die Veterinäre wollten die Tiere mit Ohrmarken versehen und ließen sich dabei von Polizisten begleiten. Über den Einsatz der Beamten war der Landwirt aus Ascheberg im Kreis Plön offenbar so verärgert, dass er auf seinen Schlepper stieg und die Fahrzeuge beschädigte. Mit einem auf der Frontladergabel aufgespießten Silageballen rammte er zunächst ein mit Einsatzkräften besetztes Polizeifahrzeug, teilte die Kieler Polizei mit. Über einen Zeitraum von 20 Minuten beschädigte er weitere Autos, darunter vier PKW der Landespolizei, ein PKW der Bundespolizei, zwei PKW von Veterinären, zwei Firmen- und ein Privat-PKW. „Personen kamen hierbei körperlich glücklicherweise nicht zu Schaden“, so die Poliei.

Schließlich schossen drei Beamte mehrmals auf die Reifen des Traktors, der dann mit platten Reifen zum Stehen kam. Die Beamten nahmen den Mann vorläufig fest. Der Landwirt sei dabei leicht am Kopf verletzt worden. Ein Polizeibeamter habe ebenfalls leichte Verletzungen am Unterarm erlitten. Beide wurden in einem Krankenhaus medizinisch versorgt. Der Traktorfahrer sei nach seiner Festnahme in einer Fachklinik untergebracht worden, so ein Polizeisprecher auf Anfrage von agrazeitung.de. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen. (SB)
stats