Baden-Württemberg

Prämien fließen jetzt

Die Auszahlungstermine in Baden-Württemberg für die großen Fördermaßnahmen im Gemeinsamen Antragsverfahren werden wie in den Vorjahren eingehalten, heißt es aus dem Landwirtschaftsministerium in Baden-Württemberg. In Stuttgart wurde der Fahrplan für die Auszahlungen bekannt gegeben. Den Anfang machen demzufolge die Gelder für steiles Dauergrünland und für die Verträge nach der Landschaftspflegerichtlinie. In der vergangenen Woche wurden rund 4.500 Anträge mit einem Fördervolumen von 2,77 Mio. € sowie für die Landschaftspflege rund 3.300 Anträge mit einem Fördervolumen von 6,92 Mio. € bewilligt. Die Auszahlungen erfolgen noch in dieser Woche.

Ein deutlicher Mehraufwand bei der Antragsstellung hatte bereits im vergangenen Jahr zu Verzögerungen bei der Auszahlung der Direktzahlungen geführt. Vor allem die von der EU vorgegebene Umstellung auf das geodatenbasierte System macht die Antragstellung und deren Kontrolle komplizierter Die Einführung dieser grafischen Antragsstellung hat auch die Verwaltung in Baden-Württemberg beschäftigt. (kbo) 

Nach Weihnachten ist mit den Direktzahlungen die erste Tranche von Basis-, Greening- und Umverteilungsprämien zu rechnen. Ende Dezember sollen auch die ersten Zahlungen für die Ausgleichszulage erfolgen. Mit der Bundes- und Landesoberkasse sei vereinbart, die Auszahlungen so anzuweisen, dass die Mittel noch in diesem Jahr auf den Konten der Landwirte sind, heißt es aus dem Ministerium. Die Junglandwirteprämie gibt es allerdings erst im neuen Jahr. Ebenso sollen ab Mitte Januar die nächsten Zahlungen in einem etwa zweiwöchigen Turnus erfolgen.

"Die Verwaltung hat in den letzten Monaten mit Hochdruck an der Bearbeitung der Anträge gearbeitet. Die Landesregierung kennt die Situation in den Betrieben", erklärte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, gestern in Stuttgart.

Das Ministerium macht aber darauf aufmerksam, dass generell nur abschließend bearbeitete und fehlerfreie Anträge ausgezahlt werden können. Anträge mit einer Betriebskontrolle können bei den Dezemberzahlungen nicht berücksichtigt werden. Dies könnte bei einzelnen Betrieben unter Umständen zu finanziellen Engpässen am Jahresende führen, so das Ministerium. Es seien Banken angeschrieben und um Unterstützung ihrer Kunden gebeten worden. Im Sommer hatte sich das Ministerium in Berlin und Brüssel dafür eingesetzt, die Gelder bereits vor dem Abschluss der Vor-Ort-Prüfungen auszahlen zu können. Das wurde allerdings nicht genehmigt. (kbo)





stats