Bayerische Bauern

Präsident Heidl fordert mehr Rückendeckung


Am heutigen Nachmittag ist Ministerpräsident Horst Seehofer zu Gast im bayerischen „Bauernparlament". Bei dieser Gelegenheit wurde ihm ein Bündel an Forderungen überreicht. Vor allem die Themen Bürokratieabbau, Tierschutz sowie Auflagen bei Landbewirtschaftung solle der Ministerpräsident zur Chefsache machen, forderte Bauernpräsident Walter Heidl.

Seehofer wolle sich dafür einzusetzen, dass die EU einmal fünf Jahre lang keine neuen Verordnungen für Wirtschaft und Landwirtschaft erlassen möge, heißt es aus der Veranstaltung.

Mit einem breiten Spektrum an Aufgaben erfüllten die rund 110.000 Familienbetriebe in Bayern viele Funktionen für die Gesellschaft, betonte Heidl vor den rund 200 angereisten Delegierten. Damit das weiter funktioniere, sei „ein klares Bekenntnis der Parteien zur Land- und Forstwirtschaft und eine Politik mit Augenmaß nötig", so der Bauernpräsident.

Trotz guter Erntemengen sei die Situation in vielen Bereichen der Landwirtschaft besorgniserregend. Vor allem das russische Handelsembargo und auch die Marktmacht des Lebensmitteleinzelhandels nannte der Bauernpräsident als Übel. Er zitierte aus der Untersuchung des Bundeskartellamtes, derzufolge 85 Prozent des Marktes in der Hand von Edeka, Aldi, Rewe und Lidl seien. „Aus dieser Situation entsteht ein enormer Preisdruck auf die Landwirte", kritisierte Heidl. (kbo)
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