Die Landwirtschaft müsse den Widerspruch zwischen Ökonomie und Ökologie auflösen, so der Appell des französischen Staatspräsidenten an die Landwirtschaft. Dabei äußert er sich nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP bereits lobend über die Schritte zu mehr Agrarökologie, welche die Landwirte bereits umgesetzt haben. Mit Hilfe moderner Technologien werde es immer besser gelingen, knappe Ressourcen zu schonen. Zunehmend sollen weniger umweltschädliche Methoden angewendet werden.

Erstmals hat der Präsident sich auch öffentlich hinter die Tierschutzbemühungen seines Landwirtschaftsministers Stéphane le Foll gestellt. Er äußerte sich auch zum Staudammprojekt in Sivens in der Region Midi-Pyrénée. Hollande betonte, dass Umwelt- und Landwirtschaftsministerium sich gemeinsam für das Projekt entschieden haben, um der Landwirtschaft in der Region Midi-Pyrénée eine kontinuierliche Wasserversorgung zu sichern.

Der 230 m lange Staudamm von Sivens soll Wasser vor allem für die landwirtschaftliche Bewässerung im Sommer zurückhalten. Die Bauarbeiten an dem 42 ha großen Stausee stoßen auf heftigen Protest von Umweltschützern. Seitdem ein Demonstrant im Herbst 2014 von einer Tränengasgranate getötet wurde, ruhen die Bauarbeiten. Aktuell ist die Räumung der von Demonstranten besetzten Baustelle gerichtlich angeordnet wurden. (brs)
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