Bodenmarkt

Privatisierungsgrundsätze überarbeitet


Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH arbeitet ab sofort nach geänderten Privatisierungsgrundsätzen. In den Protokollnotizen, die das Bundesfinanzministerium jetzt veröffentlicht hat, ist verankert, dass die maximale Losgröße bei Ausschreibungen nach Möglichkeit von 25 auf 15 ha reduziert wird. Die auf bestimmte Bieterkreise beschränkte Ausschreibungen sollen auf einen relativen Anteil von 30 Prozent der jährlich pachtfrei werdenden Flächen verändert werden. Dazu gehören auch Junglandwirte. Darüber hinaus wird weiterhin zur Ermittlung der Marktwerte bei Direktverkäufen landwirtschaftlicher Flächen an Pächter das Vergleichspreissystem angewandt. 

Die BVVG ist eine bundeseigene Gesellschaft und für die Privatisierung der ehemaligen land- und forstwirtschaftlichen Flächen der DDR zuständig. Sie hat in den neuen Bundesländern noch rund 177.000 ha landwirtschaftliche sowie etwa 16.000 ha Wald zu privatisieren. Dazu hat das Unternehmen jetzt bis zum Jahr 2030 Zeit. Bislang war das Ende auf 2025 terminiert. (da)
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