In Deutschland wächst der Markt für Produkte aus dem Ökolandbau weiterhin sehr rasch. Zwischen 5 bis 9 Prozent legt er im seit dem Jahr 2011 jährlich zu, berichtete Bundesagraraminister Christian Schmidt in Berlin.

Gleichzeitung verharrt die nach ökologischen Kriterien genutzte Landfläche bei rund 1 Mio. ha oder gut 6 Prozent der gesamten Landwirtschaftlichen Nutzfläche. Diese Tatsache sei Anlass gewesen, das seit 2001 bestehende Bundesprogramm Ökologischer Landbau gezielt zu erweitern. Eine im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) zu entwickelnde "Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau" soll bis zum Ende des Jahres 2016 konkrete Handlungsfelder entwickeln.

Der Ökolandbau solle mittelfristig einen Anteil von 20 Prozent an gesamt genutzten landwirtschaftlichen Fläche erreichen, so Schmidt. Dieses Ziel sei von einer seiner Amtsvorgängerinnen bereits im Jahr 2001 formuliert und für das Jahr 2010 in Aussicht gestellt worden, so Schmidt. Passiert sei jedoch nicht viel. Jetzt sehe er aber die Chance, in Kooperation mit anderen Bundesministerien neuen Schwung in die Entwicklung zu  bringen. Es gebe seiner Ansicht heute eine neue Situation, "Ökolandbau ist kein Sonderthema mehr", sagte Schmidt. Daher sei es auch notwendig, bisher vermeintlich existierende Gräben zwischen konventioneller und ökologischer Landwirtschaft dringend zu beseitigen. (jst) 
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