Einkommensversicherungen

Programme sollen attraktiver werden

Instrumente zur Stabilisierung der Einkommen dürfen zukünftig auf einzelne Sektoren zugeschnitten werden. Besonders von Milch- und Schweinefleischerzeugern wurde in einigen EU-Mitgliedstaaten der Ruf nach besseren Absicherungsmöglichkeiten laut. Die EU-Kommission hat nun einen Vorschlag zur Verbesserung der Absicherungsmöglichkeiten in der 2. Säule der GAP vorgelegt. Damit wird es für Landwirte und die Verwaltung einfacher und attraktiver, betonte EU-Agrarkommissar Phil Hogan. Außerdem sollen Landwirte, die an Förderprogrammen für den ländlichen Raum teilnehmen, leichter an Kredite der Europäischen Investitionsbank (EIB) herankommen. „Wir sehen insbesondere neue Finanzierungsinstrumente für Junglandwirte und für Milchviehbetriebe vor“, erklärte Hogan. Schließlich sollen Erzeuger einfacher nachweisen können, dass sie „aktive Landwirte“ sind. Alle drei Verbesserungsvorschläge der EU-Kommission müssen mit dem Europaparlament und den EU-Mitgliedstaaten noch abgestimmt werden.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) wertet den Vorschlag der EU-Kommission zur Vereinfachung der Antragsbürokratie beim „Aktiven Landwirt“ als einen mutigen und richtigen Schritt. Der DBV fordert Bund und Länder auf, diese Möglichkeit zu nutzen, da die Nachweispflichten sehr bürokratisch seien und nicht zu dem Ziel führten, die Förderung auf aktive Landwirte zu konzentrieren. Der DBV betonte, dass die Flächenzahlungen der EU-Agrarförderung nach wie vor nur auf Flächen gewährt werden dürfen, die tatsächlich landwirtschaftlich genutzt werden.
(Mö/SB)
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