Biodiversität

Projekt F.R.A.N.Z. übergibt erste Studie

Übergabe der Studie an Dr. Hermann Onko Aeikens (links) und Jochen Flasbarth (rechts)
-- , Foto: jst
Übergabe der Studie an Dr. Hermann Onko Aeikens (links) und Jochen Flasbarth (rechts)

Eine im Rahmen des Projekts "Für Ressourcen, Naturschutz und Landwirtschaft mit Zukunft" (F.R.A.N.Z.) vom Thünen-Institut (TI) erstellte Studie präsentiert verschiedene Kernaussagen der an dem Projekt beteiligten Landwirtschaftsbetriebe. "Die Befragung hat gezeigt, dass sowohl harte Faktoren, wie die Wirtschaftlichkeit, als auch weiche Faktoren, wie das Image, über die Umsetzung von Maßnahmen entscheiden", sagte der Mitautor der Studie, Dr. Thomas Schmidt, heute in Berlin. Neben einer flexibleren Anpassung der Maßnahmen an regionale Ansprüche fordern die Landwirte insbesondere Planungssicherheit und im Fall nicht zu vermeidender Verstöße gegen Auflagen einen erweiterten Schutz vor Sanktionen.

Die Studie wurde heute gemeinsam mit der Michael-Otto Stiftung für Umweltschutz und dem Deutschen Bauernverband (DBV) der Öffentlichkeit vorgestellt und Vertretern von Bundesministerien als Schirmherren des Projekts überreicht. Für das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) betonte Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens, dass die Landwirtschaft wie kein anderer Wirtschaftszweig auf eine intakte Umwelt und Artenvielfalt angewiesen sei. Zusätzliche Anstrengungen der landwirtschaftlichen Betriebe könnten in der Breite allerdings nur dann Wirkung entfalten, wenn sie auch wirtschaftlich tragfähig seien, so Aeikens.

Sein Amtskollege aus dem Bundesumweltministerium (BMU), Staatssekretär Jochen Flasbarth, sieht in der Studie eine Bestätigung, in den nächsten Jahren die Agrarförderung die EU-Agrarförderung dringend zu reformieren. Sie müsse gemeinwohlorientierter, ökologischer, unbürokratischer und für die Landwirte verlässlich werden, so Flasbarth.

Für die an dem Projekt wesentlich beteiligte Michael Otto Stiftung für Umweltschutz sieht deren Geschäftsführer Stephan Zirpel in der Studie einen elementaren Baustein des F.R.A.N.Z. Projekts. "Wir brauchen nachhaltige Lösungen für mehr Biodiversität in der Agrarlandschaft", erklärte er. Er betrachte es als notwendig, Rahmenbedingungen so zu verändern, dass mehr Biodiversitätsmaßnahmen in der intensiven Landwirtschaft umgesetzt werden, kommentierte er die Vorstellung der Studie. (jst)
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