Der Anbau von Proteinpflanzen in der EU ist seit dem Jahr 1961 von 4,7 Prozent der Ackerfläche auf 1,8 Prozent zurück gegangen. Dabei müssen Proteinpflanzen kaum mit Stickstoff gedüngt werden, sind eine gute Vorfrucht für den Getreideanbau und könnten Sojaimporte aus Südamerika ersetzen. Eine Studie des Europäischen Parlaments preist die Vorteile der Eiweißpflanzen und fordert einen Ausbau statt eines Rückgangs dieser Pflanzen.

Wegen der positiven Umweltwirkungen soll die Agrarpolitik neue Anreize für den Anbau von Proteinpflanzen schaffen. Die in der laufenden Agrarreform geforderte Diversifizierung der Kulturen und die Möglichkeit Leguminosen auf ökologischen Vorrangflächen anzubauen, kämen der Popularität der heimischen Eiweißpflanzen zwar zu Gute.

Die Maßnahmen hätten aber voraussichtlich keinen größeren Mengeneffekt, so die Studie. Die Wissenschaftler raten deshalb zur Förderung von Eiweißpflanzen in der 2. Säule der GAP. Insbesondere durch Forschung und Entwicklung müssten Bohnen und Erbsen als Futterpflanzen attraktiver werden. (Mö)
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