Proteste gegen das Handelsabkommen TTIP
-- , Foto: BUND
Proteste gegen das Handelsabkommen TTIP

Mit einem acht Meter hohen Trojanischen Pferd haben Aktivisten des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) heute in Berlin vor dem Reichstagsgebäude und anschließend am Brandenburger Tor gegen die Fortsetzung der Verhandlungen zum geplanten Freihandelsabkommen TTIP protestiert.

„Das TTIP ist ein Trojanisches Pferd, in dessen Gefolge Standards des Umwelt- und Verbraucherschutzes geschleift und Handlungsspielräume von Regierungen eingeschränkt werden sollen”, sagte Maja Volland, BUND-Expertin für das Freihandelsabkommen.

Vor wenigen Tagen war der Versuch eine Europäischen Bürgerinitiative gegen das TTIP zu installieren, von der EU-Kommission abgelehnt worden.

„Wer bisher erreichte Standards als Handelshemmnis diffamiert, dem geht es in Wirklichkeit um mehr Profit auf Kosten von Umwelt und Verbraucherschutz“, sagte Volland. Der BUND hat ein ausführliches Positionspapier zu den Folgen von TTIP veröffentlicht. 

Proteste auch gegen TPP

Auch das geplante Handelsabkommen Trans-Pacific Partnership (TPP) zwischen USA, Kanada, Australien sowie einigen süd- und mittelamerikansichen Staaten sowie Ländern aus der Region Pazifik stößt kurz von dem Treffen in Hanoi, Vietnam, auf Proteste von Landwirten. (hed)
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