Die Initiative „Stoppt TTIP" möchte 1 Mio. Unterschriften zusammenbekommen, um als europäische Bürgerinitiative anerkannt zu werden. 148 verschieden Organisationen aus verschiedenen EU-Mitgliedstaaten haben sich in der Initiative zusammengeschlossen, darunter die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (ABL).

Derweil will der neue EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker prüfen, ob der umstrittene Investorenschutz Teil des Abkommens bleiben soll. Die Möglichkeit von Unternehmen, vor Schiedsgerichten zu klagen (ISDS), erregte auch während einer Debatte im Europaparlament den größten Anstoß.

Zudem sorgen sich zahlreiche Abgeordnete über den fehlenden Schutz von geografischen Herkunftsbezeichnungen. Elisabeth Köstinger (EPP) warnte vor einem Vorstoß von mehr als 100 US-Senatoren, die Titel wie „Roquefortkäse" oder „Parmaschinken" nicht respektieren wollten und sich deshalb in einem Brief an US-Landwirtschaftsminister Tom Vilsack wendeten.

Irische Europaabgeordnete wiesen auf Gefahren durch zu hohe Rindfleischeinfuhren aus den USA hin. Derweil findet in Brüssel die 6. Runde der TTIP-Verhandlungen mit den USA statt. (Mö)
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