Direktzahlungen

Prüfung ohne klare Ziele


Rund 40 Prozent des EU-Haushaltes fließen als Direktzahlungen an die Landwirte in den 28 Mitgliedsstaaten. Die Kommission wurde von EU-Parlament beauftragt, zu überprüfen, ob mit den Direktzahlungen die gewünschten Ziele erreicht werden. Wissenschaftler des Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO), Halle, kritisieren das Vorgehen der Kommission. 


Sie stellen fest, dass die Methodik nicht zu den gewünschten Informationen führt. Die Ziele der Agrarpolitik seien weder klar definiert noch quantifiziert und würden sich teilweise sogar widersprechen. Es könne daher nicht ermittelt werden, ob Direktzahlungen positiv zur Erreichung der Ziele beigetragen oder ob sich die Realität und die Wunschsituation angeglichen haben. Außerdem vernachlässige das Vorgehen der Kommission vollkommen, dass der Einsatz agrarpolitischer Maßnahmen nicht nur zu positiven Wirkungen führen kann, sondern auch mit ökonomischen Kosten verbunden ist. (SB)
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