Vogelgrippe

Putenbestand in Niedersachsen betroffen

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) stellte die hochpathogene Form H5N8 fest. Die Tötungen der im Ausbruchsbetrieb sowie in einem Kontaktbetrieb gehaltenen Puten sollen noch heute abgeschlossen werden. Es handelt sich um 14.000 und 7.200 Putenhähne. Für die betroffenen Gemeinden Garrel und Bösel wurde am heutigen Montag ein „Stand-Still“ für 72 Stunden verfügt. Hier dürfen kein Geflügel und keine Geflügelprodukte in die Betriebe hinein- oder aus sie heraus gebracht werden. In einem Radius von drei Kilometern um den Ausbruchsbetrieb wird in Kürze ein Sperrbezirk eingerichtet, dort werden rund eine Million Stück Geflügel gehalten. Zudem richtet der Landkreis ein Beobachtungsgebiet im Radius von 10 Kilometern ein. Es ist der zweite bestätigte Fall von Geflügelpest in einem Nutzgeflügelbestand im Landkreis Cloppenburg, teilt das Agrarministerium in Hannover heute mit.

Einen weiteren Fall von Vogelgrippe gibt es im Landkreis Northeim. Betroffen ist ein Kleinstbestand mit 18 Hühnern und sechs Enten. Auch hier bestätigte das FLI den Virussubtyp H5N8. Die Tiere wurden inzwischen getötet. Die Landkreisbehörden bereiten die Einrichtung eines Sperrbezirks und eines Beobachtungsgebietes vor. Im vorgesehenen Drei-Kilometer-Sperrbezirk befinden sich nur Hobbyhaltungen mit Geflügel.

Unterdessen sind die Räumungen in dem von Vogelgrippe betroffenen Puten-Betrieb in Dötlingen, Landkreis Oldenburg, sowie in zwei Kontaktbetrieben im Landkreis Vechta abgeschlossen. Es handelt sich im Ausbruchsbetrieb um 10.000 Tiere sowie in den zwei weiteren Betrieben um jeweils rund 12.000 Tiere. Zwischen den drei Geflügelhaltungen hatte es enge Kontakte gegeben, vor allem durch Futtermeister, die an allen drei Standorten in die Ställe gingen. BFür die Gemeinde Dötlingen gilt ein „Stand-Still“ seit Heiligabend, 16 Uhr, für ebenfalls 72 Stunden. Die Einrichtung von Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet trat mit dem heutigen Tag in Kraft. (da)
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