Russland

Putin verlängert Einfuhrverbot


Aus russischer Sicht handelt es sich um eine Antwort auf die ebenfalls verlängerten Sanktionen der EU. In der Vorwoche hatte die EU Exporte von Waffen und Ausrüstungsgegenständen für die Öl-Und Gasförderung um ein halbes Jahr bis Ende Januar 2017 ausgedehnt. Auf dem EU-Gipfel wurde in dieser Woche noch mal bekräftigt, dass Russland die Auflagen aus dem Minsker Abkommen nicht einhalte und die Sanktionen deshalb verlängert werden müssten. Obwohl Frankreich verstärkt auf ein Ende des Handelskonflikts mit Russland drängt, stimme auch der französische Präsident Francois Hollande der Verlängerung der EU-Sanktionen um ein halbes Jahr zu. Russland reagierte mit gleich einem Jahr für die Fortsetzung seines Embargos. Das seit Mitte 2014 bestehende Einfuhrverbot für Lebensmittel aus der EU und den USA wird zum Teil durch die Ausweitung der heimischen Produktion ausgeglichen. Zum Teil versorgt sich Russland verstärkt bei seinen verbündeten Nachbarstaaten im Südosten. Neuerdings darf auch die Türkei wieder Lebensmittel nach Russland liefern. (Mö)
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