Handelspolitik

Putin will am Embargo festhalten

Das russische Einfuhrverbot für Agrarprodukte und Lebensmittel aus der EU gilt noch bis Ende 2017. Aber Präsident Wladimir Putin stellt jetzt schon in Aussicht, es möglichst weiter zu verlängern, weil dies im Sinne der russischen Agrar- und Ernährungswirtschaft wäre. Allerdings mahnte Putin in dieser Woche nach einer Meldung der regierungsnahen Nachrichtenagentur Tass die russischen Unternehmen, der Bevölkerung hochwertige Lebensmittel zu niedrigeren Preisen zur Verfügung zu stellen. Deswegen sollte die Branche daran arbeiten, ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.

Zuletzt war das russische Importembargo im Juni verlängert worden. Nach jetzigem Stand soll es bis Ende 2017 in Kraft bleiben. Eingeführt worden war es im August 2014 als Gegenreaktion auf die westlichen Sanktionen wegen der Ukraine-Krise. Neben der EU sind Australien, Kanada, Norwegen und die USA betroffen. (db)
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