“Den tragischen Ausfall einer Lüftungsanlage in einem Schweinestall bei Borken für den Wahlkampf zu missbrauchen und erneut einen Graben zwischen konventionelle und ökologische Landwirtschaft zu ziehen, ist geschmacklos und populistisch.“ Mit diesen Worten begründet Goldmann seine Rücktrittsforderung gegenüber dem Ausschussmitglied Friedrich Ostendorff (Bündnis 90/Die Grünen).

Hintergrund ist eine Pressemitteilung des stellvertretenden Ausschussvorsitzenden Ostendorff. „Tierhaltung per Fernsteuerung ist verantwortungslos“, hieß es dort. Die allgemeine Forderung zu mehr Tierschutz in Großställen wurde hier mit einem Unfall verbunden, der im Kreis Borken im Juli vorgefallen ist. Nach Ausfall einer Lüftungsanlage durch einen Brand waren „fast tausend Schweine qualvoll erstickt“.

Besonders verwerflich findet Goldmann das Verhalten Ostendorffs, da sich der Vorfall beim Sohn des Ausschussmitglieds Johannes Röring (CDU) ereignet hat. „Die parlamentarische Kollegialität hätte mehr Zurückhaltung von dem stellvertretenden Ausschussvorsitzenden Friedrich Ostendorff erfordert“, schreibt Goldmann und weiter: „Wer solch ein Ereignis nutzt, um politische Botschaften zu setzen, handelt fahrlässig und unkollegial. Ich verlange deshalb, dass Friedrich Ostendorff sein Stellvertreteramt niederlegt.“

Vom Büro Ostendorf gab es zu der Rücktrittsforderung ein kurzes Statement: "Nein".(hed)
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