Europaparlament

Rätseln um die Nachfolge von Schulz

Die beiden christdemokratischen Abgeordneten Mairead McGuinness und Alain Lamassoure haben sich für die Nachfolge des Sozialdemokraten Martin Schulz als Parlamentspräsident beworben. Nachdem nun klar ist, dass Schulz nach Berlin wechselt, steht der Posten in Brüssel und Straßburg einem Abgeordneten der größten Fraktion, den Christdemokraten zu. Mitte Dezember wollen die Christdemokraten ihren Kandidaten benennen. Chancen haben die irische Agrarexpertin McGuinness und der französische Haushaltsfachmann Lamassoure.

Auch der italienische Abgeordnete und ehemalige EU-Kommissar Antonio Tajani und der ehemalige slowenische Ministerpräsident Lojze Peterle sind mögliche Kandidaten für die Leitung des EP in den kommenden anderthalb Jahren im Gespräch. Die Christdemokraten wollen einen Kandidaten aus ihren Reihen im Konsens mit den Sozialdemokraten, den Liberalen und den Grünen küren. Die entschiedenen Befürworter Europas müssen zusammenhalten, betonte Manfred Weder, der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten im Europaparlament. Schließlich gebe es im EP rund ein Drittel von extremen Kräften, die die EU mehr oder weniger ablehnten. (Mö)    
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