Eiweißfuttermittel

Raiffeisen gegen Gentechnik-Vorgaben


Der Generalsekretär des DRV, Dr. Henning Ehlers, lehnt branchenweite Verpflichtungen zur Verwendung nicht-gentechnisch veränderter Futtermittel ab. Auf dem DRV-Forum Tierische Veredelung in Berlin in dieser Woche unterstrich er die Position freiwillige Initiativen von Einzelunternehmen zu unterstützen. Voraussetzung dafür sei, dass sie praktikabel und rechtssicher umzusetzen seien.
 
Die europäische Futtermittelwirtschaft bleibt auf Importe von Eiweißfuttermitteln angewiesen, heißt es in einem Positionspapier des DRV. Ein zu 100-Prozent von gentechnischen Veränderungen freies Soja könne auf dem Weltmarkt nicht mehr bezogen werden, heißt es darin weiter. Zudem lasse der Gesetzgeber zahlreiche Rechtsfragen zur Kennzeichnung und Haftung nach wie vor unbeantwortet. Aus diesen Tatsachen entstünden für Unternehmen hohe Haftungsrisiken, die durch keinen Versicherungsschutz abgedeckt würden.

Nachdrücklich wies Ehlers den von verschiedenen Seiten unternommenen Versuch zurück, die "Gentechnik-Freiheit" pauschal als Voraussetzung für Nachhaltigkeit zu definieren. Die Nachhaltigkeitsstrategien der genossenschaftlichen Lebens- und Futtermittelunternehmen seine komplex und würden wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Aspekte berücksichtigen. Eine Ideologisierung des Nachhaltigkeitsbegriffs untergrabe jedoch die Leistungen der Unternehmen, so der Ehlers. (jst)    
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